16.01.2012   Jugendraum wird wiederbelebt


Zur Freude von Ortsbürgermeister Martin Theis wird der Jugendraum nach dreijähriger Schließung wieder mit Leben erfüllt.

Hergenfelder Dorfjugend hat wieder ein Domizil – Renovierung läuft

Hergenfeld. Die Jugendlichen von Hergenfeld freuen sich: Denn der im Jahr 2009 geschlossene Jugendraum, der sich im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses befand, ist wieder offen. 1993 wurde der Raum in Zusammenarbeit mit der damaligen Dorfjugend eingerichtet und war über mehrere Jugendgenerationen hinweg beliebt. „Doch dann wurde sich nicht mehr an Absprachen gehalten, das Ganze war nicht mehr tragbar, sodass sich die Gemeinde gezwungen sah, den Raum zu schließen“, sagte Ortsbürgermeister Martin Theis.

Im Sommer vergangenen Jahres baten einige Jugendliche – auch auf Betreiben von Eltern – darum, den Raum wieder zu öffnen. Theis hatte ein offenes Ohr, zumal es sich um eine neue Generation der jungen Heranwachsenden handele, „die sich im vergangenen kalten Winter am Dorfgemeinschaftshaus trafen und dabei ordentlich froren.“ Nach mehreren Gesprächen mit Eltern und Jugendlichen entschloss sich die Gemeinde, den Raum wieder zu öffnen.

Eine Gruppe von rund 15 Hergenfelder Jungen und Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren hat sich gebildet, die sich in dem Raum mittags und an Wochenenden (die Zeiten werden noch festgelegt), treffen. Der Raum soll nun noch weiter nach den Vorstellungen der Jugendlichen verändert werden. Dafür sind noch einige Anschaffungen nötig. Im Hinblick darauf hat die Gruppe bereits bei der Kirmes im November einen Cocktailstand betrieben. Den dabei erwirtschafteten Gewinn von 283 Euro können die Jugendlichen in die Renovierungsmaßnahmen investieren. Hinzu kommen noch 600 Euro, die aus dem Verkauf der Hergenfelder Kinderkalender stammen und von der AG Spielleitplanung beigesteuert werden. Theis kündigte an, dass er einen Fernseher zur Verfügung stellen wird. Musikanlage, Kühlschrank, Küchenzeile und Billardtisch sind bereits vorhanden.

Zur Freude des Ortsbürgermeisters haben Eltern signalisiert, dass sie eine Art Kontrollfunktion übernehmen werden. Die Jugendlichen selbst werden den Raum umgestalten und einen Vorstand oder Ansprechpartner wählen. „Das alles darf nicht so locker gehandhabt werden, sonst läuft es aus dem Ruder“, meinte Martin Theis. Schließlich müsse zu jeder Zeit nachvollziehbar sein, wer den Schlüssel für den Raum hat, und auch wer der Ansprechpartner ist, müsse klar sein.


Bild und Text: Dieter Ackermann Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 16. Januar 2012

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