05.07.2012   Dagmar Dreis aus Hergenfeld unter den letzten 120 bei Popstars


Hergenfeld - Am Donnerstag (5. Juli) beginnt die neue Staffel der Fernseh-Castingshow Popstars auf ProSieben. Und mittendrin: Dagmar Dreis aus Hergenfeld. Die 49-Jährige hat es unter die letzten 120 von knapp 5000 Bewerbern geschafft.

Ende März hatte sich Dagmar Dreis mit ihrer Gitarre bei einem ersten kleineren Casting im Bad Kreuznacher Cineplex vorgestellt. „An Silvester hatte ich mir gesagt: Dieses Jahr machst du mehr aus deiner Musik“, blickt sie zurück. Da kam das Casting bei Popstars gerade recht. Ihre Kinder waren aber gar nicht so begeistert von der Idee. „Mama, dafür bist du doch viel zu alt, haben sie gesagt“, erzählt Dagmar Dreis. Doch die Country-Liebhaberin nahm all ihren Mut zusammen und überzeugte auf Anhieb mit „Simply the best“, dem Hit von Tina Turner.

Die große Dame des Rock 'n' Rolls war schon immer ihr musikalisches Vorbild. „Ich liebe es, ihre Lieder zu singen“, schwärmt die Hergenfelderin. „Nutbush city limits“ beispielsweise. Dafür entschied sie sich beim großen Jury-Casting in Berlin, von dem ProSieben in der fünften Popstars-Sendung am 2. August berichten wird. Das Ergebnis wird natürlich noch nicht verraten. Nur so viel: „Es war ein Riesenerlebnis. Ich bin heute noch voller Adrenalin, wenn ich daran denke“, erzählt Dagmar Dreis. Zumal es für sie auch die erste Reise in die Bundeshauptstadt war.

Als sie die Nachricht erhielt, dass sie unter den letzten 120 ist, „ist mein Herz fast stehen geblieben“, erinnert sie sich. Auch Freunde und Nachbarn waren begeistert. „Ganz Hergenfeld hat mir gratuliert“, freut sich Dagmar Dreis und ergänzt: „Der Apotheker hat mir für Berlin Baldrian-Tropfen mitgegeben, weil ich so aufgeregt war.“ Auch ihre Kinder, die am Anfang ja noch so kritisch waren, sind stolz auf sie.
Singen war schon von frühester Kindheit an ihre große Leidenschaft. Ihre ersten Auftritte hatte sie bereits zu Grundschulzeiten im Schulchor in Wallhausen. Mit acht Jahren lernte sie Gitarrespielen im Kloster in Stromberg. Darüber hinaus beherrscht sie auch die Klarinette, ist Mitglied im Musikverein Hergenfeld.

Was sie außerdem geprägt hat, ist ihre Zeit in Amerika. 23 Jahre lang lebte sie auf einer Ranch in South Dakota. „Englisch ist meine zweite Muttersprache geworden“, sagt sie. Was ihrem Gesang auch zugutekommt. Den lebt sie ohnehin aus – egal, wie es für sie bei Popstars ausgeht. Denn parallel zum Musikverein tritt sie gemeinsam mit einem befreundeten Alleinunterhalter in der Region auf. Ende August ist sie unter anderem beim Winzerfest in Bingen zu sehen. Dann ist auch klar, ob sie den Popstars-Traum weiter träumen darf. Daumen drücken also für die Powerfrau aus Hergenfeld.

Öffentlicher Anzeiger vom 5. Juli 2012

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