12.05.2015   Hergenfeld braucht keine Kredite

Haushalt 233 000 Euro für Investitionen geplant 

M Hergenfeld. Obwohl der Haushalt 2015/16 nicht ausgeglichen werden kann, ist Hergenfeld schuldenfrei. Das wurde in der Beratung im Gemeinderat deutlich. Bürgermeister Markus Lüttger und Ortsbürgermeister Martin Theis hoben Eckpunkte des Etats hervor, der vom Rat einhellig gebilligt wurde. 

Der Ergebnishaushalt 2015 weist bei den Erträgen 507 500 Euro und bei den Aufwendungen 600 850 Euro aus. Das entspricht einem Fehlbetrag von 93 350 Euro. 2016 sind es 43 250 Euro bei Erträgen von 517 850 Euro und Aufwendungen von 561 100 Euro. Während im Finanzhaushalt 2015 bei Einzahlungen von 471 550 und Auszahlungen von 506 100 Euro ein Minus von 34 550 Euro zu Buche schlägt, kann 2016 bereits ein Überschuss von 11 500 Euro verzeichnet werden. Hier betragen die Einzahlungen 482 050 Euro und die Auszahlungen 470 550 Euro. 

Haupteinnahmequelle ist der Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer. Hier werden 203 450 Euro erwartet (2016: 214 600 Euro). Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer und die Konzessionsabgabe liegen bei 32 200 Euro (2016: 34 300 Euro). An Schlüsselzuweisungen des Landes fließen 96 950 Euro (95 000 Euro). Auf der Auszahlungsseite schlagen die Umlagen an Land, Kreis und VG mit 251 800 Euro (2016: 256 900 Euro) am stärksten zu Buche. An Sonderumlage Grundschule muss Hergenfeld 20 700 Euro (22 000 Euro) an die VG zahlen. Die freie Finanzspitze beträgt 34 550 Euro (4000 Euro). 

In diesem Jahr ist ein Investitionsvolumen von 233 700 Euro eingeplant. Dickster Brocken sind die Restkosten von 100 000 Euro für den Ausbau der Schulstraße, gefolgt von 54 000 Euro für den Rückkauf eines Baugrundstücks, 49 700 Euro für den Anteil der Breitbandversorgung und 30 000 Euro zum Anlegen eines Urnengrabfelds im Rahmen der Friedhofsneugestaltung. 2016 beträgt das Investitionsvolumen 55 500 Euro. 50 000 Euro für die Sanierung des Bauhofs, der Rest für Tilgungen. 

Keine Einwendungen hat der Rat gegen die Übernahme der Gemeinden Niederhausen, Oberhausen, Duchroth, Traisen und Hüffelsheim in die VG Rüdesheim. Vorbehaltlich der Abstimmung im Gemeinderat Guldental wurde die Jagd im Gemeinschaftswald Göbus Hergenfeld/Guldental neu verpachtet. Der langjährige Pächter war verstorben. Theis teilte mit, dass nur noch vier in Gemeindebesitz befindliche Grundstücke zum Verkauf stehen. Das entspricht einem Wert von rund 200 000 Euro. nn

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Dienstag, 12. Mai 2015

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz
powered by webEdition CMS