21.12.2015   Spielplatz wird aufgehübscht!


Auf Areal am Gemeindehaus in Hergenfeld werden Holzteile ersetzt und drei neue Geräte aufgebaut

HERGENFELD - Im Jahr 2000 starteten die Bürger in Hergenfeld mit der Spielleitplanung, das Modellprojekt für kinder- und jugendgerechte Planung im kommunalen Raum. Auf die ersten Projekte gehen Aktivitäten zurück wie der Kinderkalender oder die Kinderfastnacht, die bis heute von der Initiativgruppe fortgeführt werden. Mit den Einnahmen aus verschiedenen Aktionen unterstützt die Initiative regelmäßig den Jugendraum und die Jugendarbeit des Sportvereins. Jetzt will man einen größeren Betrag in die Anschaffung von drei Spielgeräten für den Spielplatz am Gemeindehaus investieren. „Wir wollen im Frühjahr eine Generalüberholung an dem Platz durchführen, da unter anderem einige Holzteile ersetzt werden müssen“, erklärte Ortsbürgermeister Martin Theis in der jüngsten Ratssitzung. Vorgesehen ist der Ankauf einer dreistufigen Matschanlage, einer Weidenhütte und einer Balancierstange im Wert von insgesamt 6000 Euro. Die Verwendung der Gelder für die Anschaffung der Spielgeräte wurde einstimmig beschlossen.


Thema Brennholzverkauf


Weiteres wichtiges Thema in der Ratssitzung war der Brennholzverkauf, der im Vergleich zu den Vorjahren um 50 Prozent zurückgegangen ist. Dies berichtete Revierförster Werner Proske in der jüngsten Ratssitzung. Viele Brennholzkunden haben sich in den vergangenen Jahren gut eingedeckt, und der günstige Ölpreis in diesem Jahr führte dazu, dass die Verbraucher lieber die Ölheizung aufdrehten, als den Holzofen in Gang zu setzen. „Das zeigt, dass unsere Entscheidung richtig war, auch auswärtige Selbstwerber zuzulassen, sonst hätten wir einige Tausend Euro an Einnahmen nicht generieren können“, fasste Ortsbürgermeister Martin Theis zusammen. Forstamtsleiter Bernd Closen betonte, dass die Einnahmen aus dem Brennholzverkauf nicht nur den Gemeinden einige ausgeglichene Forsthaushalte bescherten, sondern auch die Kosten der Jungbestandspflege abdeckten. Die Forstleute sind sich sicher, dass sich der aktuelle Trend wieder umkehrt und der Run auf das Brennholz in zwei bis drei Jahren wieder einsetzt.
Förster Proske informierte die Ratsmitglieder zunächst über das voraussichtliche Jahresergebnis 2015 im Gemeindewald. Das Plus wird sich auf 9532 Euro im Abschluss erhöhen, da zusätzlich für rund 1700 Euro Holz verkauft wurde, in dem Ergebnis ist die Jagdpacht mit 4681 Euro enthalten. „2016 haben wir im Gemeindewald nur einen Einschlag für Selbstwerber von 100 Festmeter Laubholz vorgesehen“, so Proske. Der Plan sieht ein positives Ergebnis mit einem Überschuss von 2852 Euro vor. Im Gemeinschaftswald Guldental-Hergenfeld rechnet der Forst im Jahresergebnis 2015 mit einem Minus von 3000 bis 4000 Euro, allerdings ist der Verkauf von Industrieholz im Wert von 10 000 Euro noch nicht berücksichtigt, das auf Abholung wartet. 2016 ist im Gemeinschaftswald ein Holzeinschlag von 465 Festmeter vorgesehen. „Damit liegen wir ganz deutlich unter dem Soll von 772 Festmeter jährlich“, hob Proske hervor. Aus dem geplanten Defizit von 5123 Euro (ohne Jagdpacht) wird voraussichtlich ein Plus durch das im Vorjahr geschlagene Holz. Die Forstwirtschaftspläne wurden einstimmig beschlossen.


DGH soll saniert werden


Für das Kommmunale Investitionsprogramm 3.0 wird sich die Gemeindeverwaltung mit Sanierungsmaßnahmen am Dorfgemeinschaftshaus anmelden. „Vorgesehen sind die Erneuerung der Fenster und der Heizung sowie Dämmmaßnahmen am Dach im Eingangsbereich“, gliederte Ortsbürgermeister Martin Theis das Investitionsvolumen von 50 000 Euro auf. Wie Bürgermeister Markus Lüttger ergänzte, können die Kommunen für die energetische Sanierung von Gemeindeeinrichtungen einen Zuschuss von 90 Prozent aus dem Bundesprogramm erhalten. „Voraussetzung ist, dass es sich um eine nachhaltige Investition handelt und da das Gemeinschaftshaus entsprechend alt ist und viel genutzt wird, haben wir gute Chancen“, so die Einschätzung von Lüttger. Parallel dazu will die Gemeindeverwaltung eine Außenrenovierung am Dorfgemeinschaftshaus durchführen, der Rat beschloss die Erneuerung des Fassadenanstrichs sowie die Erneuerung des Anstrichs der Holztüren und -fenster und des Dachgesimses. 

Bild und Text: Christine Jäckel Allgemeine Zeitung vom 21.12.2015

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