30.12.2015   Auch der Kirchenchor Wallhausen stimmte in Hergenfeld mit ein


Brauchtum Das Kurrendesingen vor dem Fest an verschiedenen Stationen in der Ortsgemeinde hat eine lange Tradition

Hergenfeld. Obwohl der katholische Kirchenchor Cäcilia Hergenfeld wegen Sängermangel in diesem Jahr seine gesanglichen Aktivitäten eingestellt hat, wird das kirchliche Gemeindeleben dennoch mit schönem Chorgesang bereichert. Grund ist, dass sich die wenigen noch aktiven Sänger aus Hergenfeld dem Kirchenchor im benachbarten Wallhausen angeschlossen haben. Hier war natürlich die Freude über die Verstärkung von der Höhe groß. Für den Chor war es da geradezu eine Selbstverständlichkeit, beim Hochamt anlässlich der Kirmes in Hergenfeld ebenso mitzuwirken wie am Vortag des Heiligabends beim Kurrendesingen, das in Hergenfeld eine schöne und lange Tradition hat.


Schon beim Treffen am Dorfgemeinschaftshaus zeichnete sich eine Rekordbeteiligung von Aktiven ab, zumal sich bei diesem offenen Singen gern große und kleine Hergenfelder einreihen, um im Ort die frohe Botschaft der Geburt Jesu gesanglich zu verkünden. Der Vorsitzenden des Hergenfelder Kirchenchors, Dagmar Gröger, war die Freude über die stattliche Sängerschar anzumerken. Besonders herzlich begrüßt wurde der langjährige Chorleiter Thomas Bieser, der sich gern einreihte und munter mitsang.


Schon an der ersten Station, in der Schulstraße am Kreuz, gesellten sich weitere Bürger hinzu. Unter der Leitung von Hans-Friedrich Mohr wurde zunächst mit großer Sangesfreude „Alle Jahre wieder“ angestimmt. Gröger hatte noch vier weitere Stationen im Ort festgelegt. Eine war unter dem Weihnachtsbaum auf dem Dorfplatz, den die Kinder der Gemeinde, unterstützt von Ortsbürgermeister Martin Theis und fleißigen Helfern, am Nachmittag fein herausgeputzt hatten. 


Zahlreiche Titel aus dem neu gestalteten Liederheft wurden zu Gehör gebracht. Dabei spannten die Akteure einen Bogen von „Es kommt ein Schiff, geladen“, „Herbei, o ihr Gläubigen“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ über „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ bis hin zum Weihnachtsklassiker „O du fröhliche“.


Klar, dass sich hier und da auch die benachbarten Fenster und Türen öffneten. Es wurde aus Kräften mitgesungen, herzlich applaudiert, Weihnachtsgrüße ausgetauscht und gern ein stärkender Schluck genossen. Nach gut zwei Stunden war das diesjährige Hergenfelder Kurrendesingen beendet, das anschließend bei Chormitglied Uschi Christ in geselliger Runde froh gestimmt ausklang. 

Bild und Text: Dieter Ackermann Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Mittwoch, 30. Dezember 2015, Seite 14

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